Einkaufen ohne Schnickschnack

Ein Besuch im Unverpackt-Laden

Sonja Schelbach, eine der GründerInnen der Unverpackt-Läden Stückgut in Hamburg, steht hinter dem Tresen des Ladens in Ottensen. Das Foto hat Caroline Jücker gemacht.

Sonja Schelbach ist eine der Gründerinnen von Stückgut in Hamburg. Foto: Caroline Jücker

Sonja Schelbach ist eine der Gründerinnen von Stückgut in Hamburg. Foto: Caroline Jücker

Paprika und Gurken in Plastik, einzeln verpackte Bonbons und Spültabs: Einkaufen ohne Plastikmüll ist unmöglich. Oder?

Nicht ganz. In Kiel eröffnete 2014 der erste Unverpackt-Laden Deutschlands. In diesen Läden werden Lebensmittel, Hygiene- und Haushaltsartikel lose, in Spendern zum Selbstabfüllen oder in Mehrwegbehältern angeboten. Kunden können ihre eigenen Gefäße und Stoffbeutel von zu Hause mitbringen oder im Laden erwerben. Auch in Hamburg kann seit einiger Zeit so eingekauft werden.

„Heute gibt es bereits über 100 Unverpackt-Läden“, sagt Sonja Schelbach. Sie ist eine der insgesamt vier Gründerinnen der beiden Stückgut-Läden in Hamburg-Ottensen und St. Pauli. Seit Januar 2017 können Menschen hier ohne unnötige Verpackungen einkaufen.

Deutschland hat 2016 über 18 Millionen Tonnen Verpackungen produziert und ist damit trauriger Vorreiter in Europa. Laut der Verbraucherzentrale sind 63 Prozent vom Obst und Gemüse bereits vorverpackt. 87 Prozent der Verbraucher wünschen sich hingegen ein größeres Angebot an unverpackten Produkten.

Wir haben Stückgut in Ottensen besucht, mit Sonja Schelbach über bewusstes Einkaufen gesprochen und einen Selbstversuch gewagt.

An mehreren Zapfsäulen können sich Kunden Geschirrspülmiitel abfüllen. Das Bild stammt von Marius Roskamp.

Geschirrspüler und andere Flüssigkeiten kommen direkt aus dem Zapfhahn. Foto: Marius Roskamp

Geschirrspüler und andere Flüssigkeiten kommen direkt aus dem Zapfhahn. Foto: Marius Roskamp

Ein Glas gefüllt mit dunkler Vollmilchschokolade. Das Foto hat Caroline Jücker gemacht.

Kunden können verschiedene Sorten von Schokolade für ihr individuelles Schoko-Erlebnis zusammenstellen. Foto: Caroline Jücker

Kunden können verschiedene Sorten von Schokolade für ihr individuelles Schoko-Erlebnis zusammenstellen. Foto: Caroline Jücker

Ein zweistöckiges Regal gefüllt mit verschiedenen Salat- und Gemüsesorten. Das Foto hat Caroline Jücker gemacht.

Frisches Gemüse aus der Region gehört für viele Unverpackt-Läden zum Sortiment. Meist ist das Angebot saisonal, es gibt also nur Ware, die auch gerade vor Ort wächst. Foto: Caroline Jücker

Mehrere Gläser stehen nebeneinander auf einem Holztisch. Sie sind mit verschiedenen Nüssen gefüllt. Das Bild hat Caroline Jücker fotografiert.

Einige Waren werden in Gläsern bereitgestellt. Mit der Kelle kann der Kunde den eigenen Behälter mit den gewünschten Nüssen, Früchten und anderem füllen. Foto: Caroline Jücker

In mehreren Behältnissen sind unterschiedliche Nudelsorten. Das Foto stammt von Marius Roskamp.

Pasta, Müsli und Körnerwaren finden sich in vielen Unverpackt-Läden in großen Röhren. Foto: Marius Roskamp

Müsli und Cornflakes sind in schmalen und hohen Behältern verstaut. Das Bild ist von Caroline Jücker.

In den Stückgut-Läden gibt es eine breite Auswahl an Müsli. Foto: Caroline Jücker

Ein viereckiges Glas mit kreisrunder Öffnung. Darin enthalten ist Curry. Caroline Jücker hat den Gewürzbehälter fotografiert.

Auch exotische Gewürze kann man unverpackt kaufen. Hier: Kurkuma. Foto: Caroline Jücker

Verschiedene Rasierseifen sind in kleinen Schalen gefüllt in einem Holzkorb. Das Foto stammt von Caroline Jücker.

Zu Hygieneartikeln hat Stückgut unverpackte Alternativen. Foto: Caroline Jücker

Ein zweistöckiges Regal gefüllt mit verschiedenen Salat- und Gemüsesorten. Das Foto hat Caroline Jücker gemacht.

Frisches Gemüse aus der Region gehört für viele Unverpackt-Läden zum Sortiment. Meist ist das Angebot saisonal, es gibt also nur Ware, die auch gerade vor Ort wächst. Foto: Caroline Jücker

Mehrere Gläser stehen nebeneinander auf einem Holztisch. Sie sind mit verschiedenen Nüssen gefüllt. Das Bild hat Caroline Jücker fotografiert.

Einige Waren werden in Gläsern bereitgestellt. Mit der Kelle kann der Kunde den eigenen Behälter mit den gewünschten Nüssen, Früchten und anderem füllen. Foto: Caroline Jücker

In mehreren Behältnissen sind unterschiedliche Nudelsorten. Das Foto stammt von Marius Roskamp.

Pasta, Müsli und Körnerwaren finden sich in vielen Unverpackt-Läden in großen Röhren. Foto: Marius Roskamp

Müsli und Cornflakes sind in schmalen und hohen Behältern verstaut. Das Bild ist von Caroline Jücker.

In den Stückgut-Läden gibt es eine breite Auswahl an Müsli. Foto: Caroline Jücker

Ein viereckiges Glas mit kreisrunder Öffnung. Darin enthalten ist Curry. Caroline Jücker hat den Gewürzbehälter fotografiert.

Auch exotische Gewürze kann man unverpackt kaufen. Hier: Kurkuma. Foto: Caroline Jücker

Verschiedene Rasierseifen sind in kleinen Schalen gefüllt in einem Holzkorb. Das Foto stammt von Caroline Jücker.

Zu Hygieneartikeln hat Stückgut unverpackte Alternativen. Foto: Caroline Jücker

Stückgut-Inhaberin Sonja Schelbach im Interview:

Die 41-Jährige spricht über Lebensmittel, Müll und welche Produkte sich am besten verkaufen.

Volontärin Laura Gerken testet:

Was gibt's alles in einem Unverpackt-Laden und wie läuft ein Einkauf ab?

Smoothie-Grundrezept
von Stückgut

Zutaten:
✓ zwei Hände voll Salat, z.B. Chicoree, Radicchio oder Feldsalat
✓ drei Stück Obst, z.B. zwei Orangen und ein Apfel
✓ ein daumengroßes Stück Ingwer
Kurkuma ein frisches kleines Stück oder ein Esslöffel Pulver
Beeren, z. B. vier Esslöffel Cranberries oder Sultaninen
Nüsse oder Saaten, z. B. sechs Esslöffel Kürbiskerne und/oder zwei Esslöffel Leinsamen
800 bis 1000 Milliliter Wasser

Das Rezept ergibt etwa vier große Gläser und lässt viel geschmacklichen Spielraum –
von süß bis herb. Die Saaten schmuggeln noch mehr Gesundes hinein, machen
das Ganze schön cremig und mildern auch die Schärfe des Ingwers ab.

Ein Glas steht mit einem Smoothie gefüllt auf einem Tisch. Daneben liegen ein Apfel und zwei Orangen. Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Ein Projekt im Rahmen des Volontärkurses
Print/Online von Caroline Jücker, Julian Christ,
Laura Gerken, Marius Roskamp und Tobias Kunz.

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